Ausbaustrecke Oldenburg – Wilhelmshaven, Bahnverlegung Sande PFA 6
 

Ausbaustrecke Oldenburg – Wilhelmshaven

Bahnverlegung Sande PFA 6

Bahnverlegung Sande PFA 6
 

Der im September 2021 in Betrieb genommene Tiefwasserhafen JadeWeserPort kann von den weltgrößten Containerschiffen angelaufen werden. Für die Bahnstrecke Oldenburg-Wilhelmshaven werden daher zukünftig ein deutlich höheres Güterzugaufkommen erwartet. Um eine leistungsstarke Anbindung des Güterverkehrsnetzes an JadeWeserPort zu gewährleisten, wird die Bahnstrecke Oldenburg-Wilhelmshaven in mehreren Stufen durchgängig zweigleisig und mit einer Geschwindigkeitserhöhung von 120 km/h ausgebaut.

Im Bereich zwischen Sande und Jever erfolgt eine Verlegung der Bahnstrecke. Im gesamten Streckenbereich stehen in größeren Mächtigkeiten von bis zu rd. 19 m wenig tragfähige Weichschichten aus Klei und Torf zumeist unmittelbar unter Gelände an. Diese schlechten Baugrundverhältnisse erfordern aufwändige Maßnahmen und spezielle Bauverfahren zur Herstellung von Verkehrswegen.

Als Untergrundverbesserung ist generell der Einbau von Vertikaldränagen in Verbindung mit einer statischen Vorbelastung durch eine temporäre Überschüttung (Vorkonsolidierungsverfahren) vorgesehen. Die Vorbelastung erfolgt durch die lagenweise Herstellung eines Dammes mit Höhen von bis 11 m und Liegezeiten von insgesamt 450 Tagen. Die Schütttechnologie musste hierbei so gestaltet werden, dass kritische Porenwasserdrücke und Grundbrüche ausgeschlossen werden. Dazu wurden baubegleitend aufwändige permanente Messungen der Porenwasserdrücke, Setzungen sowie Scherfestigkeiten der Weichschichten vorgenommen.


Im Bereich von Bahn- und Straßendämme, wo die Vorbelastung im Überschüttverfahren unter Einsatz von Vertikaldrainagen aus Platzgründen nur eingeschränkt möglich war, kamen „Geotextilummantelten Sandsäulen“ (GEC) zum Einsatz.

In Teilbereichen, in denen aufgrund der örtlichen Gegebenheiten oder in Bereichen, in denen der Straßenverkehr während der Bauzeit aufrechterhalten werden musste, und somit die Ausführung einer temporären Überschüttung nicht möglich war, wurde die Bahnstrecke auf einer Fahrwegtiefgründungen gegründet. Die Fahrwegtiefgründungen wurden als Stahlbetonplatten auf Großbohrpfählen hergestellt.

Ferner werden im Zuge der Bahnverlegung Sande mehrere Straßen- und Eisenbahnüberführungen u.a. die EÜ Ems-Jade-Kanal in Integralbauweise hergestellt.

Projektdaten


Auftraggeber

DB Netz AG, Hannover über das Eisenbahn-Bundesamt


Standort

Sande (Nidersachsen)


Leistungen ICG Ingenieure

• Prüfung der Ausführungsplanungen für Fahrwegtiefgründungen; Brückenbauwerke in Integralbauweise
• Baugrundverbesserung mittels geotextilummantelter Sandsäulen und Überschüttverfahren mit Einsatz von Vertikaldränagen
• zwei- und dreidimensionale numerische Berechnungen
• Abnahmen vor Ort
• Erstellung von Gutachten für die Zustimmung im Einzelfall.

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